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05.07.2019 15:56 Alter: 80 Tage

100 Jahre ANWR GROUP – 100 Jahre Zukunft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lobt das Genossenschaftswesen beim feierlichen Festakt in der Elbphilharmonie

In Hamburg wurde die heutige ANWR GROUP im Juli 1919 als „Nord-West-Schuhwaren Einkaufsgenossenschaft“ gegründet, in Hamburg feierte die Genossenschaft jetzt ihr 100-jähriges Bestehen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte in seinem Grußwort an die über 900 Festgäste die Modernität der Unternehmensform der Genossenschaft. Als Infrastrukturgeber begleitet die Genossenschaft ihre angeschlossenen mittelständischen Fachhändler in 100 Jahre Zukunft. Der Festakt in der Elbphilharmonie bot den über den festlichen Rahmen, um auf eine bewegte Geschichte zurück- und auch in eine herausfordernde Zukunft hineinzuschauen.


Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte in seinem Grußwort an die ANWR GROUP und ihre Festgäste die Bedeutung des selbstständigen Handels und auch des Genossenschaftswesens für die deutsche Wirtschaft. „Ich freue mich sehr, dass wir heute das 100-jährige Bestehen einer sehr erfolgreichen Genossenschaft feiern - und dies unter dem Motto „100 Jahre Zukunft“. Genossenschaften sind im Zeitalter eines sich verstärkenden Wettbewerbs und einer notwendigen Bündelung der Kräfte moderner denn je. Deshalb haben wir die Stärkung dieser nachhaltigen und krisenfesten Unternehmensform im aktuellen Koalitionsvertrag festgeschrieben.“
Außerdem brach Altmaier eine Lanze für das selbstständige Unternehmertum im Mittelstand und auch speziell im Handel. Mutige Unternehmer arbeiten für eine gute Infrastruktur vor Ort, engagieren sich für Ausbildung und schaffen Arbeitsplätze – Engagement, das nach Einschätzung des Ministers nicht hochgenug zu würdigen ist.
 
Die Resilienz der Handelsunternehmen im Blick
„Selbstorganisation, Selbsthilfe und Selbstverantwortung sind die tragenden Säulen der genossenschaftlichen Bewegung. Auf diese Werte sind wir stolz – denn ihnen haben wir unsere erfolgreiche 100-jährige Geschichte zu verdanken.“ Mit diesen Sätzen startete Günter Althaus, Vorstandsvorsitzender der ANWR GROUP eG, in seine Rede zum Festakt. Er schaute dabei zurück auf die Geschichte des Unternehmens und dankte allen, die zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben. Gleichzeitig blickte er nach vorne und motivierte die Mitglieder ihre eigene Unternehmensstrategie an den Herausforderungen der Zukunft auszurichten und vor allem in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Neben der Kundenbegeisterung gehe es angesichts der anspruchsvollen Rahmenbedingungen darum, die Resilienz der Unternehmen zu stärken.

Von Beginn an bildeten zwei Säulen die Stützen der 1919 in Hamburg gegründeten Genossenschaft. Die Achtung der Tradition und der unbändige Wille zum Fortschritt – das gilt bis heute. „In einer zunehmend digitalisierten Welt gilt es, erfolgreiche Konzepte weiterzuentwickeln und gleichzeitig heute schon für morgen zu denken. Wir verstehen uns als Infrastrukturgeber für unsere Mitglieder, mit dem Ziel, sie bei der Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit zu unterstützen. Dabei nutzen wir die Stärke der Gemeinschaft“, beschreibt Günter Althaus die Kernaufgabe der ANWR GROUP.

Er versäumte es nicht, die Politik daran zu erinnern, dass besonders die Erfolge der Familienunternehmen, der vielen mittelständischen Hidden Champions, zur guten wirtschaftlichen Situation Deutschlands beitragen. Deutschland lebt vom Mittelstand, deshalb sollte die Mittelstandspolitik auch an erster Stelle stehen.

Zeitreise durch die Geschichte
Über 900 Gäste aus Handel, Modeindustrie sowie langjährige Weggefährten der Genossenschaft feierten in einem der bedeutendsten Konzerthäuser Europas und lauschten einer eigens für das Jubiläum gestalteten Inszenierung. Dabei begaben sich die Gäste auf eine Zeitreise durch die 100-jährige Geschichte der Genossenschaft, des Handels und der Schuhe. Auf große und kleine Momente blickte der bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer in der Rolle eines Schuhputzers, begleitet von Moderatorin Sandra Rieß. Beide zeichneten auch den Weg der einstigen Schuhwaren-Einkaufsgenossenschaft, gegründet von 21 Schuhhändlern im Norden Deutschlands, hin zu einer der führenden Handelskooperationen in Europa auf. Musikalisch begleitet wurde das Programm vom Big Noise Orchestra unter der Leitung von Hans Steingen.