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01.02.2021 11:40 Alter: 104 Tage

ANWR-Unternehmensgruppe wächst auch im Krisenjahr 2020

Geschäftsvolumen steigt auf 17,8 Milliarden Euro Operative Belastung im Kerngeschäft Schuhe und Lederwaren

Die ANWR-Unternehmensgruppe hat trotz erschwerten Bedingungen das Geschäftsvolumen im Jahr 2020 auf 17,8 Mrd. Euro ausgebaut. Die Corona-bedingten Orderrückgänge betrafen vor allem die Branchen Schuhe und Lederwaren.

Das Zentralregulierungsgeschäft war für die ANWR eigenen Verbundgruppen aus den Bereichen Schuhe, Sport und Lederwaren besonders durch die Belastungen der Pandemie und damit um rückläufige Warenbestellungen gekennzeichnet. Während die Bereiche Schuhe mit minus 20 Prozent und Lederwaren mit minus 36 Prozent besonders hohe Rückgänge verzeichneten, wuchs der Bereich Sport um 2 Prozent, begünstigt durch Zugänge großer Fachhändler in Deutschland und in der Schweiz. Das abgerechnete Einkaufsvolumen für die eigenen Verbundgruppen ANWR, GARANT, REXOR, SPORT 2000, Goldkrone und der internationalen Verbände lag mit 2,6 Mrd. Euro rund 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Eine robuste Entwicklung zeigten die beiden Banken in der ANWR-Unternehmensgruppe – DZB BANK und AKTIVBANK. Die Zentralregulierung für Handelskooperationen, die nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, entwickelte sich im Jahr 2020 positiv. Kooperationen unter anderem aus den Bereichen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär & Heizung, Spielzeug und Fahrrad waren weniger von den Einschränkungen im Jahr 2020 betroffen. Sie regulierten über die beiden Banken ein Einkaufsvolumen von 13,8 Mrd. Euro, ein Plus gegenüber dem angepassten Vorjahr* von 5 Prozent. Die Aktivitäten im Bankenbereich werden durch DZB Payment, dem bargeldlosen Zahlungsverkehr am POS und E-Commerce, mit 0,7 Mrd. Euro und das Factoring mit 0,7 Mrd. Euro abgerundet.

*zur Vergleichbarkeit wurde für 2019 der volle Jahreswert angesetzt (ZR-Übernahme der VR Diskontbank am 1.6.2019)

Das Geschäftsvolumen der gesamten Gruppe lag mit 17,8 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert. „Die bankgestützte Zentralregulierung ist nach wie vor Markenkern der ANWR-Unternehmensgruppe. Auch in dem herausfordernden Jahr 2020 hat sich dieses besondere Merkmal bestens bewährt“, bewertet Vorstandsprecher Frank Schuffelen die Entwicklung des letzten Jahres. „Gerade in einem Krisenjahr – vor allem für die Bereiche Schuhe und Fashion – ist der hohe Grad der Diversifikation über viele Branchen und Regionen die entscheidende Basis für die Stabilität und die Widerstandsfähigkeit der beiden ANWR Banken und damit für die gesamte Unternehmensgruppe.“

Lobbyarbeit bleibt auch 2021 wichtig
Im vergangenen Jahr hat der ANWR-Vorstand viel unternommen, um dem Einzelhandel und damit auch dem Schuh- und Sporthandel Gehör in den politischen Gremien zu verschaffen. „Wir haben seit dem ersten Lockdown gemeinsam mit dem Mittelstandsverbund ZGV, dem HDE Handelsverband Deutschland und dem BTE Handelsverband Textil für die Interessen des Einzelhandels geworben und in persönlichen Gesprächen mit den zuständigen Ministerien für die Ausweitung und die schnelle Umsetzung der Hilfen in Deutschland gekämpft. Das werden wir auch künftig gemeinsam tun“, so Frank Schuffelen. „Wir haben Aufmerksamkeit erreicht und werden dies nutzen, um den Einzelhandel gut zu positionieren.“