< Günter Althaus zum Präsidenten des DGRV gewählt
14.12.2017 10:48 Alter: 160 Tage

Der Zukunft des Handels jeden Tag einen Schritt näher

Nach München, Schkeuditz, Mainhausen, Düsseldorf und Hannover führte die Regio-Tour der ANWR GROUP. Vorstandsvorsitzender Günter Althaus, die Vorstandsmitglieder Frank Schuffelen und Fritz Terbuyken sowie Projektverantwortliche der ANWR GROUP stellten den insgesamt gut 300 Besuchern Projekte und Produkte vor, die neu oder weiterentwickelt im nächsten Jahr angeboten werden.

Nach dem umfassenden Informationsangebot auf dem ANWR Zukunftsforum 2016 in Mainhausen standen jetzt konkrete Produkte und Dienstleistungen zu den Bereichen Ware, Kunden und Daten im Fokus.

Dass vor allem der Onlinehandel von Daten und Algorithmen getrieben ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Bedeutung von Informationen auch für den stationären Handel zu verdeutlichen, war deshalb ein wichtiges Anliegen für Günter Althaus. „No data, no retail“ ist sein Credo für die ANWR GROUP und ihre Handelsunternehmen. Die großen Spieler im Markt kennen ihre Kunden sehr genau, wissen, was sie heute interessiert und was sie morgen brauchen könnten. Geht es um die systematische Aufbereitung der Informationen, ist der selbstständige Fachhandel davon noch weit entfernt. Denn um Daten zu sammeln, zu analysieren und für den geschäftlichen Erfolg einzusetzen, braucht es neben der technischen Infrastruktur auch das Know-how zur Auswertung und Möglichkeiten, die gewonnenen Erkenntnisse in Aktionen umzusetzen. „Wir müssen alles über Produkte wissen und wir müssen alles über die Kunden wissen“, beschreibt Günter Althaus die Hauptaufgaben für den Handel und auch für die ANWR GROUP.

Ausbau von technischer Infrastruktur und Datenmanagement
Um dieses Wissen zu sammeln, zu vernetzen und zu analysieren und schließlich für die Gemeinschaft zu nutzen, baut die ANWR GROUP die technische Infrastruktur und ein professionelles Datenmanagement weiter aus. Alle Produktinformationen – Artikeldaten und -beschreibungen sowie Bilder – werden in einer zentralen Datenbank verwaltet, die Händler greifen darauf zu. Alle Daten – z.B. aus der Produktdatenbank, von schuhe.de, vom Kundenbindungsbindungsprogramm oder auch des HandelsCockpits werden in der ANWR Cloud zentral abgelegt.  Auch bei der Umsetzung der EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die ab Mai nächsten Jahres z.B. viele bereits eingesetzte Kundenbindungsprogramme vor große Herausforderungen stellt, bietet die ANWR GROUP ihren Händlern Unterstützung an.
 
Für die Zukunft des Fachhandels
Dass es der ANWR GROUP bei den Entwicklungen und den damit verbundenen Investitionen eindeutig um die Zukunftsfähigkeit des selbstständigen, stationären Fachhandels geht, unterstrich Günter Althaus eindringlich. Die Erfahrung zeige allerdings, dass viele Verkaufsstandorte langfristig kaum Perspektive haben. Zur Erhaltung stabiler Umsätze in den Mitgliedsunternehmen geht man bei ANWR davon aus, dass ein Unternehmen künftig rund 15 Prozent seines Umsatzes online tätigen müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. „Mit schuhe.de haben wir für den stationären Handel sicherlich die besten Voraussetzungen geschaffen, zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Onlinehandel auf zahlreichen Plattformen teilzunehmen.“

schuhe.de bereit für weitere Marktplätze
Neue Absatzkanäle hat schuhe.de für den stationären Handel in diesem Jahr durch Partnerverträge erschlossen. Händler, die ihre Warenbestände auf schuhe.de zeigen, können mit nur einem Klick im Verwaltungsportal der Plattform auch über Zalando und ebay verkaufen. Weitere Partnerschaften werden zeitnah folgen. Wichtig, so Alexander Hock, verantwortlich für die Entwicklung von schuhe.de, sei, dass die Warenbestände der Geschäfte oder Lager möglichst in Echtzeit dargestellt werden können. Hier seien die Warenwirtschaftsanbieter gefordert, dies zu ermöglichen. Denn um mit großen Online-Playern erfolgreich zusammenzuarbeiten, ist eine geringe Stornoquote eine Grundvoraussetzung. Für das nächste Jahr wird schuhe.de weitere Marktplätze für den Handel öffnen. Auch Bestellungen aus dem Ausland sollen dann möglich sein.

HandelsCockpit setzt auf Daten zur Ware
Von großer Bedeutung für den Handel ist die Analyse der Umsatzentwicklung und der Abverkäufe. Bereits jetzt bietet die Plattform HandelsCockpit viele Informationen dazu. Die ANWR GROUP ergänzt dieses Angebot im nächsten Jahr, so Vorstandsmitglied Fritz Terbuyken, um warenbezogene Analysen. Wichtige Daten auf der Ebene der einzelnen Artikel werden dafür am PoS automatisiert erfasst, auf Qualität geprüft und schließlich zentral für vielfältige Analysen rund um die Ware aufbereitet. Der Handel hat so die Möglichkeit, seine Sortiments- und Vertriebssteuerung deutlich zu optimieren. Erstmalig und einzigartig in der Branche ist die Möglichkeit, warenwirtschaftliche Informationen über mehrere Händler hinweg systematisch und unter Wahrung aller datenschutzrechtlichen Aspekte auszuwerten.

ANWR Kundenmanagement-System
Das ANWR Kundenmanagement-System steht für ein umfassendes Bestandskunden-Management für den Handel. Bei dem digitalen System, das im nächsten Jahr zunächst mit der „Quick Card“ auf den Markt kommen wird, ist das Punkte sammeln und Prämien verdienen nach Aussagen von Produktmanagerin Franziska Dratwa der Magnet für die Kunden. Der Händler kann die Kunden und ihre Bedürfnisse damit genau kennenlernen. Die Registrierung für die Kundenkarte erfolgt papierlos und somit kostensparend direkt am PoS über ein separates Tablet. Die Kunden- und Transaktionsdaten werden für zielgerichtete Kampagnen auf vielen Kommunikationswegen genutzt. Das Hauptaugenmerk bei dem Kundenmanagement System liegt auf einem hohen Automationsgrad, der dem Händler Arbeit abnimmt und eine professionelle, regelmäßige Kommunikation mit den Bestandkunden gewährleistet.

Sneakerwand als Antwort auf den Modetrend
Mit dem neuen Warenmodul „Sneakerwand“ startet ANWR im Januar 2018. Fritz Terbuyken stellte die Details vor. Seit Jahren schon nimmt die Bedeutung der modischen Sportschuhe für den Handel zu. Gleichzeitig wird es wegen der Vertriebspolitik angesagter Marken für den Handel schwieriger, diese zu ordern. Die Sneakerwand verbindet 48 Modelle der Marken Adidas, Nike, Puma und Reebok mit einem modernen Ladenbauelement und einer automatischen Nachbelieferung. Zunächst wird das Konzept in einer Pilotphase ab Januar 2018 bei 22 QUICK SCHUH Geschäften eingesetzt. Ab Herbst 2018 kommen weitere 78 Testflächen hinzu. Die Vorteile der Sneakerwand für den Handel sind vielfältig: Dazu gehören neben besten Einkaufskonditionen, die Disposition angesagter Artikel, die Versorgung mit einem schlanken Sortiment – ein Paar pro Größe –  auch die schnelle und automatische Nachversorgung aus einem zentralen Lager. Der Verkauf eines Paares löst einen sofortigen Nachlieferprozess aus. Die Sortimente wechseln quartalsweise und sorgen so für frische Warenbilder.

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